Archiv für Mai, 2013

Vorsorgevollmacht

Mai 07 2013 Veröffentlicht von in der Kategorie Informatives aus dem Pflegebereich

Vorsorgevollmachten

Wenn die eigene Entscheidungsfähigkeit, die Fähigkeit sich zu äußern oder auch die Urteilsfähigkeit, beispielsweise aufgrund einer Krankheit, stark eingeschränkt ist, stellt sich die Frage, wer in dieser Situation die Entscheidung übernimmt. Gesetzlich ist weder die automatisierte Vertretung der Ehepartner füreinander, noch die Vertretung der Kinder für die Eltern geregelt, so dass auch in diesen Fällen ein Betreuungsverfahren zur Ermittlung eines geeigneten rechtlichen Vertreters notwendig ist. Eine Vorsorgevollmacht soll in dem Fall ein gerichtliches Betreuungsverfahren verhindern, bzw. verkürzen, so dass eine im Vorhinein von der betroffenen Person als gesetzlicher Vertreter festgelegte Person, diese in allen Lebensbereichen vertreten kann und so schnell wie möglich handlungsfähig ist. Nicht zu verwechseln ist die Vorsorgevollmacht mit einer Patientenverfügung, welche lediglich eine Entscheidungsberechtigung in medizinischen Fragen ermöglicht, nicht aber wie die Vorsorgevollmacht in allen Lebensbereichen.

Erstellen einer Vorsorgevollmacht

Für Vorsorgevollmachten gilt allgemein der Grundsatz der Formfreiheit, allerdings empfiehlt sich die Schriftform, da nur so die Vollmacht nachgewiesen werden kann. Für Geschäfte, die eines Notars bedürfen, etwa der Erwerb oder Verkauf eines Grundstücks, ist allerdings eine schriftliche, notariell beglaubigte Vollmacht notwendig. Damit es im Bedarfsfall möglichst wenige Probleme gibt, sollte man sich von einem spezialisierten Anwalt oder Notar beraten lassen, welcher dann die Vollmacht erstellt. Ist die Vorsorgevollmacht anschließend im Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer registriert, gilt sie als bekannt und kann und muss im Notfall berücksichtigt werden. Im Vordruck des Formulars des Bundesministeriums der Justiz, werden standardisiert die Bereiche Gesundheitssorge/ Pflegebedürftigkeit, Aufenthalt und Wohnungsangelegenheiten, Behörden, Vermögenssorge, Post und Fernmeldeverkehr, Vertretung vor Gericht, die Erteilung von Untervollmachten, die Betreuungsverfügung und die Geltung über den Tod hinaus geregelt.

Voraussetzungen für eine Vorsorgevollmacht

Da sowohl für die Person, die die Vollmacht erteilt, als auch für die Person, die sie erhält, Geschäftsfähigkeit Voraussetzung ist, sollte die Vollmacht beispielsweise vor dem Fortschreiten von dementiellen Veränderungen erteilt werden. Es können auch mehrere Vertreter für verschiedene Bereiche eingesetzt werden.

Ein Kommentar

http://deutsche-edpharm.com http://apothekebillig.com